Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule - Darum hilft dehnen nicht langfristig!
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Es geht wieder um das Thema Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule. Das ist so ein komplexes Thema, da wird es wohl noch einige Blogposts zu geben. Alle Infos findest du natürlich im Video, aber falls du lieber lesen möchtest, dann gibt es die Infos natürlich auch in Schriftform. :-)

Dieses mal möchte ich auf eine Frage eingehen, die mir wirklich häufig gestellt wird. Denn die meisten Menschen wollen natürlich wissen, was sie am besten tun können (welche Übungen helfen) gegen die Rückenschmerzen. Und gerade hier im Internet kursieren verschiedenste Angebote für "die beste Übung" gegen Rückenschmerzen. Oft werden dabei auch Dehnungen und Faszientraining bzw. irgendeine Form von Selbstmassage empfohlen. Grundsätzlich helfen diese auch meistens, die Schmerzen kurzfristig zu reduzieren, das hast du selbst vielleicht auch schon gemerkt.Du dehnst, machst dein Faszientraining und erstmal ist es besser. Aber meistens kommt der Schmerz innerhalb kurzer Zeit wieder und du dehnst wieder von neuem. Kommt dir das bekannt vor?

Das liegt daran, dass diese sogenannten "passiven Maßnahmen" deine Rückenschmerzen nicht langfristig bekämpfen können. Denn sie arbeiten in der Regel nicht an der Ursache für deine Schmerzen. Die liegen oft woanders und damit ist auch klar, warum der Schmerz wiederkommt. Was genau diese Ursachen sind, erfährst du in meinem Blogpost zum Thema Ursachen für Rückenschmerzen. 

 

Du fragst dich vielleicht: wenn Dehnungen und Massagen mich nicht langfristig von den Rückenschmerzen befreien können, was kann ich denn stattdessen tun? 

 

Und da gibt es eine relativ einfache Antwort drauf: Aktivität! Damit meine ich: Bewegung, Belastung, Sport. Und das meine ich tatsächlich so allgemein, zumindest wenn es erstmal um den Schritt geht, die Schmerzen zu reduzieren. Ausgehend von deinem individuellen Leistungslevel hilft es am Besten gegen deine Rückenschmerzen, wenn du aktiv wirst. Das kann am Anfang vielleicht ein Spaziergang sein, oder einfache Übungen bei dir zu Hause auf der Matte. Wenn du fitter bist, ist das ein Training im Fitness-Studio, Yoga, Pilates oder vielleicht auch schwimmen. Alles was dir gut tut, ist erlaubt. Und Kräftigungsübungen für den Rumpf (sogenanntes Core-Stability-Training) ist super, aber wenn es um Schmerzreduktion geht, dann ist es nicht besser als z.B. ein generalisiertes Krafttraining oder Yoga. Hättest du wahrscheinlich nicht gedacht oder?

Natürlich ist es auch sinnvoll, an den schon oben genannten Ursachen zu arbeiten, damit der Rückenschmerz nicht wiederkommt. Und dazu gehört auch das Rumpf-Krafttraining. Aber um deine Schmerzen zu reduzieren, kannst du auch Bewegungsformen wählen, die du gerne machst (und dir natürlich gut tun!). Das sorgt dafür, dass du motivierter bist und mehr Spaß daran hast. Und dann fällt es dir sicherlich auch leichter, Übungen zu machen, die an den Ursachen für deine Schmerzen arbeiten, aber die dir vielleicht nicht so viel Spaß machen. 

 

Was bedeutet das jetzt?

 

  1. passive Maßnahmen wie Dehnungen oder Massagen und Eigenmassagen (z.B. Faszientraining) können deine Rückenschmerzen kurzfristig reduzieren. Langfristig schmerzfrei wirst du dadurch nicht.
  2. Aktivität hilft dir, deine Rückenschmerzen schnell und effektiv loszuwerden.
  3. Die Aktivität sollte angepasst sein an dein aktuelles Leistungsniveau.
  4. Aktivität, die dann auch noch gezielt an den Ursachen arbeitet, sorgt dafür, dass du langfristig schmerzfrei bleibst. 
  5. Passive Maßnahmen sind deswegen aber nicht schlecht für dich. Wenn sie dir guttun, sind sie eine sinnvolle Ergänzung zu deinem Training.

 

Was denkst du dazu? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht oder denkst du ganz anders darüber? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar dazu!

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