Inspiration Training draußen

Du willst dich draußen sportlich betätigen, hast mit Laufen aber so gar nix am Hut? Oder du bist LäuferIn und suchst nach tollen Übungen, die du in Laufpausen oder am Ende deiner Einheit machen kannst? Nutze doch einfach ein Parkbank als Trainingsgerät! Sie eignet sich super, um Stabilisationsübungen zu machen und dein Krafttraining für den ganzen Körper zu gestalten. Im aktuellen Video habe ich dir dafür ein paar Übungen als Inspiration mitgebracht.

Und wenn du magst, kannst du das Training auch in Form von Super-Sätzen machen, dann sind die Pausenzeiten geringer. Willst du deinen Puls hochtreiben: Versuch es doch mal mit einer HIIT-Variante (High intensity interval training): So viele Wiederholungen von einer Übungen, wie du in 40 Sekunden schaffst, dann 40 Sekunden Pause, das gleiche für die nächste Übung, usw. Ich sage dir: da kommst du von ganz allein außer Atem und die Kälte ist dann auch kein Problem mehr!

Hast du noch andere Varianten? Dann schreibe sie gerne in die Kommentare!

Ein Hinweis noch: nimm ein Tuch mit, damit du die Parkbank für deine Nachfolger auch wieder sauber machen kannst. 🙂

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Split Squat Varianten

Machst du schon Split Squats (oder Lunges, Ausfallschritte) in deinem Training? Für mich gehören Ausfallschritte zu den absoluten Basis-Übungen, wenn es um ein funktionelles Training geht. Diese Übung ist für mich einfach aus einem ganzheitlichen Training nicht wegzudenken. Warum? Sie ist super funktional (auf die Knie gehen), beansprucht viele große Muskelgruppen und ist dabei auch noch koordinativ anspruchsvoll. Aber immer nur klassische Split Squats? Das wird irgendwann langweilig. Und wenn man keine Gewichte zu Hause hat, dann wird es auch schwieriger, einen ausreichenden Trainingsreiz zu setzen, bzw. dauert länger (vieeeeele Wiederholungen). Dementsprechend macht es Sinn, auch mal verschiedene Varianten der Split Squats zu machen. Ich habe für dich in meinem neuen Video mal 6 verschiedene Varianten zusammengestellt. Es gibt natürlich noch viele mehr… und wenn du magst, dann teile doch deine Lieblings–Variante in den Kommentaren. 

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Hüftbeweglichkeit verbessern mit diesen Übungen

Heute zum dritten Dezember teile ich mein neues Video mit euch: Inspiration für neue Übungen, um deine Hüftbeweglichkeit zu verbessern!

Warum solltest du das überhaupt tun? Du brauchst eine gute Hüftgelenksbeweglichkeit jeden Tag im Alltag: zum Beispiel fürs gehen, laufen oder sitzen (vor allem auf einer tiefen Sitzgelegenheit). Wie viel Beweglichkeit du brauchst, hängt auch von deinem Sport ab. Tanzt du Ballett oder spielst du Fußball? Das ist ein riesiger Unterschied.

In diesem Video habe ich ein paar Übungen für dich zusammengestellt, die deine Beweglichkeit AKTIV verbessern. Das bedeutet, du findest dort keine Dehnübungen, sondern aktive Übungen. Diese solltest du über dein gesamtes Bewegungsausmaß durchführen – also so weit du in die Bewegung kommst. Das sorgt nicht nur dafür, dass die Beweglichkeit besser wird, sondern auch, dass deine Kraft in diesem Bewegungsradius steigt. Das ist ein absoluter Vorteil gegenüber Dehnübungen!

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Was alles dazu gehört, um schmerzfrei zu sein

Was hat deine Gesundheit mit einer Brücke gemeinsam? 

Beides sind sehr komplexe Gebilde, die auf verschiedenen Säulen ruhen. Und alle diese Säulen sind gleich wichtig und beeinflussen die Stabilität und Belastbarkeit dieses Gebildes. Bezogen auf deine Gesundheit bedeutet das: deine Gesundheit wird von ganz vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Und diese Faktoren sind individuell unterschiedlich. Es wird in der wissenschaftlichen Literatur das sogenannte bio-psycho-soziale Modell diskutiert. Dabei ruht deine Gesundheit auf drei wesentliche Säulen: 

  1. biologischen Faktoren
  2. psychologischen Faktoren
  3. sozialen Faktoren

Diese drei Säulen sind dabei gleich wichtig. Und sie können individuell unterschiedlich stark betroffen sein und dadurch auch einen unterschiedlichen Impact auf deine Beschwerden haben. Es gibt Menschen, die haben nur in einer der Säulen Probleme. Es gibt aber auch andere, die in allen drei Säulen „Baustellen“ haben. Gerade wenn du schon sehr lange Beschwerden hast ist es wahrscheinlich, dass alle drei Säulen ein Problem haben. Und dann ist es auch wichtig, alle drei Säulen anzugehen. 

Was sind das für Faktoren? Wie beeinflussen sie vielleicht deine Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Fußschmerzen, etc? Und wie kannst du das selbst herausfinden? Schaue in mein neues Video, da bekommst du ausführlichen Input zu diesem Thema!

Wenn du das Video schon geschaut hast wirst du festgestellt haben: Gesundheit ist super komplex! Und auch die psychologischen und sozialen Einflussfaktoren sind enorm wichtig, wenn es darum geht, deine Schmerzen loszuwerden. Das gilt vor allem dann, wenn du schon lange Schmerzen hast. Falls du dich von der Komplexität erschlagen fühlst und dir Unterstützung dafür wünschst, dann habe ich eine Empfehlung für dich: das Smart Living Programm von Felix Kade. Dort geht er in einer 30-Tage-Challenge mit dir gemeinsam genau diese Punkte an. Diese Programm ist besonders dann für dich geeignet, wenn folgende Aussagen auf dich zutreffen: 

  • Hast du seit Jahren wiederkehrende Schmerzen?
  • Hast du schon viel probiert, aber nichts scheint zu helfen?
  • Hast du Angst bestimmte Bewegungen auszuführen, weil sie Schmerzen auslösen könnten?
  • Fühlst du dich hilflos, weil deine Schmerzen ein Eigenleben zu führen scheinen?
  • Bist du bereit, deine Denkmuster zu hinterfragen, um endlich wieder so zu leben, wie du es vor den Schmerzen getan hast?

Über diesen Link hier geht es zum Smart Living Programm. (Achtung, dies ist ein Affiliate Link, das heißt ich bekomme eine Provision, wenn du über diesen Link das Programm kaufst. Das hilft mir, die kostenlosen Inhalte hier auf Gesundheitsheldin zu finanzieren. Unabhängig davon würde ich das Programm aber auch ohne diesen „Bonus“ empfehlen.) Ich kann dir das Programm nur ans Herz legen. Ich habe es selbst durchgeführt und es hat mir absolut geholfen, mein Mindset in Bezug auf meine Beschwerden zu verändern (ja auch ich habe da ein paar Baustellen). Worum es da genau geht, das werde ich vielleicht mal in einem der nächsten Posts beackern, falls ihr da Lust drauf habt. 

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Wie du mit einer stressigen Situation umgehen kannst

Du kennst es sicherlich. Eine Situation in deinem Leben geht dir tierisch auf die Nerven. Es raubt dir deine Energie, es macht dir schlechte Laune… in schlimmeren Fällen wirkt es sich auch auf andere Dinge aus, wie z.B. auf deine Schlafqualität, dein Essverhalten etc. Hier ein paar Beispiele: 

  • Stress mit einem Kollegen auf der Arbeit
  • Dauerhafter Streitpunkt mit dem Partner
  • oder um bei meinem Thema zu bleiben: Schmerzen, die dich in deinem Sport einschränken

Solche Situationen sorgen für Stress auf allen Ebenen. Die spannende Frage ist nur: was machst du damit? Wie gehst du im besten Fall damit um? Denn eines ist klar: sich der Situation hilflos ergeben und einfach nichts tun, ist keine Option!

Love it

Wenn eine Situation dich nervt, hast du immer die Möglichkeit, deine eigene Einstellung dazu zu ändern. Die nervige Eigenschaft deines Partners? Versuche etwas Positives darin zu sehen. Die Knieschmerzen beim Joggen? Anstatt sie als etwas Schlimmes und Schlechtes anzusehen, könntest du sie auch als Hinweis deines Körpers betrachten. Dein Körper möchte dir was sagen und das ist doch super. Nimm den Schmerz als Wegweiser und lerne ihn für dich zu nutzen (und vielleicht auch ein bisschen zu akzeptieren. Lieben ist ein harter Begriff in dem Zusammenhang). Das kann dann zum Beispiel auch bedeuten, dass du nur noch 5 anstatt 6 km läufst, weil dein Knie dann nicht meckert.

Change it

Wenn du einer Situation so gar nichts abgewinnen kannst und die „love it“ Option nicht in Frage kommt, hast du die Möglichkeit, die Situation zu verändern. Deine Kollegin nervt dich, weil sie ständig super laut telefoniert und du dich nicht konzentrieren kannst? Sprich mit ihr, dadurch könnt ihr beide zu einer Lösung kommen, die für euch funktioniert.

Deine Knieschmerzen beim Joggen schränken dein Laufpensum ein und das willst du nicht hinnehmen? Ändere was! Such nach Ursachen, arbeite an deinen Potentialen und dann wirst du wieder ohne Schmerzen längere Strecken laufen!

Leave it

Wenn du eine Situation nicht lieben kannst und auch nicht verändern kannst, dann hast du noch eine letzte Option: du kannst weggehen. Im Falle deiner nervigen Kollegin bittest du vielleicht deinen Chef, das Büro zu wechseln (im krassesten Fall kündigst du). 

Im Falle deiner Knieschmerzen würdest du mit dem Joggen aufhören. 

Wichtig ist mir zu dem Punkt „Leave it“ eines: Aus meiner Sicht sollte es immer das letzte Mittel der Wahl sein. Die anderen beiden Möglichkeiten solltest du auf jeden Fall vorher probieren. Aber wenn du dich dafür entscheidest, die Situation zu verlassen (z.B. den Sport zu beenden), dann sollte es eine aktive WAHL sein. Denn es ist ein Unterschied, ob du frustriert aufgibst und „dann halt nicht mehr joggen gehst“, oder ob du ganz bewusst für dich bestimmst, dass jetzt der Punkt gekommen ist, wo es dir besser geht, wenn du nicht mehr joggst und vielleicht etwas anderes ausprobierst. Das klingt vielleicht nicht wirklich nach einem Unterschied, aber er ist auf jeden Fall da. Das eine bedeutet nämlich, dass du die „Situation für dich entscheiden lässt“, das Andere bedeutet, dass du für dich aktiv und bewusst einen anderen Weg wählst. Und das ist ein himmelweiter Unterschied. Du hast die Entscheidungsmacht über dein Leben, nicht dein Schmerz oder irgendeine andere Situation.

Du hast die Wahl

Love it, change it, leave it – du hast die Wahl. Und die hängt ganz von deinen individuellen Wünschen und Zielen ab. Das Wichtigste ist: überlasse nicht der Situation, die dich nervt, die Entscheidung darüber, wie es weiter geht. Nimm die Zügel selbst in die Hand und wähle, wie es weitergeht. Denn du hast die Verantwortung für dein Leben und deine Gesundheit. Niemand sonst. 

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Patellaspitzensyndrom effektivste Therapie

Du hast ein Patellaspitzensyndrom (syn. Jumpers Knee, Patellasehnenreizung)? Dann willst du sicherlich auch wissen, was dir am Besten hilft, um die Schmerzen so schnell wie möglich zu reduzieren. Das neue Video ist dann genau das Richtige für dich!

Hier bekommst du eine Zusammenfassung der aktuellen wissenschaftlichen Literatur: Was hilft am Besten gegen die Schmerzen? Zusätzlich bekommst du explizite Übungen mit Hinweisen zur Dosierung. 

Schau doch direkt mal rein und gib mir gerne dein Feedback dazu!

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Was deine Schmerzen mit der Covid-19 Inzidenz gemeinsam haben

Was deine Schmerzen mit der Covid-19 Inzidenz gemeinsam haben

Eine etwas reißerische Überschrift, ich gebe es zu. Aber tatsächlich gibt es in Bezug auf die Art und Weise, wie du deinen Heilungsverlauf und vor allem deine Schmerzintensität im Verlauf deiner Rehabiliation betrachtest, einige Punkte, die du dir von der Betrachtung der Inzidenzzahlen von Convid-19 abschauen kannst. 

Denn wie wir mittlerweile sicher alle mitbekommen haben: es macht keinen Sinn, sich über die neu Infizierten im täglichen Vergleich Sorgen zu machen. Was viel aussagekräftiger für das Infektionsgeschehen im Land ist, ist die Inzidenz über 7 Tage hinweg betrachtet. Das bedeutet nichts anderes, als dass wir bei Covid-19 die Lage viel besser einschätzen können, wenn wir uns den Trend über einen größeren Zeitraum anschauen. Denn es kann ja immer mal sein, dass es an einem Tag einen „Ausreißer“ gibt und viel mehr Infektionen gemeldet wurden, als im Schnitt über die letzten Tage. 

Grafik_Schmerzintensität

Genau so solltest du auch deinen Heilungsverlauf betrachten. Egal, ob du Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Fußschmerzen, oder etwas anderes hast: nicht die Veränderung von Tag zu Tag ist entscheidend, sondern der Trend über einen größeren Zeitraum hinweg. Warum ist das so?

Es ist völlig normal, dass du in deinem Reha-Verlauf Tage haben wirst, an denen deine Schmerzen mehr sind oder du etwas nicht machen kannst, was gestern noch ging. Das kann unter anderem damit zusammenhängen, wie deine emotionale Situation an dem Tag ist. Es kann sein, dass du schlecht geschlafen hast, dass du Stress auf der arbeit hattest oder irgend etwas anderes… und schon sind die Schmerzen plötzlich mehr. 

Das Problem dabei ist: wenn die Schmerzen plötzlich wieder mehr werden, dann fangen wir oft sofort an uns zu fragen, was wir falsch gemacht haben. Dann kommen Gedanken wie: „Wie kann das sein, ich habe doch nichts anders gemacht als gestern!?“, „Oh nein, jetzt geht das schon wieder los. Nichts hilft mir.“, „Es geht überhaupt nicht vorwärts, ich werde niemals diese Schmerzen loswerden.“. 

Wir neigen dazu, Schmerzspitzen viel stärker wahrzunehmen. Das heißt, wenn es plötzlich mehr weh tut ist uns viel präsenter, als der Trend über einen längeren Zeitraum. Und dann übersehen wir, dass es eigentlich doch besser wird. Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass wir demotiviert aufgeben.

Was will ich dir damit sagen?

Der Heilungsverlauf nach einer Verletzung ist ein Auf und Ab. Das ist ganz normal. Damit du realistisch einschätzen kannst, ob es tatsächlich mit der Reha in die richtige Richtung geht, solltest du dir lieber den Trend über 7-14 Tage anschauen und nicht den einzelnen Tag. Wie bei der Inzidenz von Covid-19 eben. 

Wie stellst du das an? 

  1. Schreibe dir auf, bei welchen Aktivitäten du aktuell Schmerzen hast. Sei dabei möglichst präzise (z.B. Schmerzen treten nach 30 Minuten gehen auf)
  2. Schreibe dir zusätzlich auf, wie stark diese Schmerzen sind (Skala von 0 – 10, 0 =  kein Schmerz, 10 =  unerträglicher Schmerz)
  3. Schreibe diese Dinge ruhig jeden Tag auf
  4. Aber: Überprüfe die Werte alle 7-14 Tage: Wie sieht es über einen größeren Zeitraum aus? Wohin geht der Trend?

Wenn du das so aufschreibst, dann siehst du auch die kleinen Erfolge: du konntest letzte Woche 30 Minuten ohne Schmerzen gehen? Super, diese Woche sind es schon 40 Minuten! Hättest du die Zeit nicht mit erfasst, würdest du immer noch denken, dass es nicht bergauf geht, denn es tut ja immer noch beim Gehen weh. Deshalb: sei so präzise wie möglich, wenn du ein diese Dinge aufschreibst. 

Fazit: Dein Heilungsverlauf ist wie alles im Leben: ein ständiges auf und ab. Der Trend ist aber entscheidend. Hilf dir selbst im Verlauf und beobachte den Trend – damit du die kleinen Erfolge mitbekommst und feiern kannst, während du die kleinen Tiefs als das entlarvst, was sie sind: ein kleiner Ausreißer auf einem ansonsten guten Weg!

Wie sind deine Gedanken dazu? Hilft dir dieser Tipp weiter? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

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So trainierst du richtig

So trainierst du richtig

Ich werde immer mal wieder gefragt: „Wie kann ich mein Training im Studio oder zu Hause effektiv gestalten?“, „Wie wähle ich die richtige Trainingsintensität?“

Heute möchte ich euch darauf eine Antwort geben! Natürlich ist die nicht so ganz einfach und trivial, aber ein paar Tipps und Richtlinien gibt es, um das eigene Training zu gestalten. 

Wie häufig solltest du trainieren?

Die richtige Trainingshäufigkeit ist individuell unterschiedlich und hängt von einigen Faktoren ab. Zum Beispiel von der Art deines Trainings. Denn wenn du zum Beispiel ein Maximalkraft-Training machst, braucht deine Muskulatur eine Regenerationsphase. In dieser Zeit finden Auf- und Umbauprozesse in deinen Muskeln statt. Dadurch steigt deine Belastbarkeit (Prinzip der Superkompensation). Deshalb macht es auch Sinn, zwischen starken Belastungen ca. 2-3 Tage Pause zu haben und dann einen erneuten Trainingsreiz zu setzen. Du kannst natürlich dein Training splitten und nicht alles in eine Trainingseinheit packen, so kannst du auch an aufeinanderfolgenden Tagen durchaus trainieren.

Zusätzlich ist deine ideale Trainingshäufigkeit von anderen Faktoren abhängig, zum Beispiel (unvollständige Liste):

  •  Schlaf
  • Alter
  • Ernährung
  • Geschlecht

Dementsprechend gilt: irgendetwas zwischen 2 und 5 Trainingseinheiten pro Woche sind in Ordnung. Wie viele für dich individuell Sinn machen, probierst du am Besten aus. Wichtig ist dabei: höre auf deinen Körper! Er sagt dir, ob das was du gerade tust dir gut tut, oder nicht. 

Woran merkst du, dass du zu viel trainierst?

Die einen trainieren zu wenig, die anderen sind hoch motiviert und neigen dazu, zu viel zu trainieren. Geht das? Ja, auf jeden Fall! Wenn du deinem Körper ständig neue Trainingsreize setzt, muss er die ja auch verarbeiten. Das bedeutet, es finden Umbau- und Aufbau-Prozesse statt, die zu einem erhöhten Stoffwechsel führen. Kurz: dein Körper muss mehr Arbeit leisten. Diesen Effekt machst du dir ja zum Beispiel auch zu nutze, wenn du dein Gewicht reduzieren willst. Zu viel Belastung hingegen findet der Körper auch nicht lustig. Dann hat er nicht mehr genügend Kapazitäten für andere wichtige Dinge. Das merkst du dann unter anderem daran, dass du anfälliger für Infekte wirst, da deine Immunabwehr geschwächt wird. Folgende Symptome können unter anderem auf ein Übertraining hindeuten:

  • dauernde Muskelschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit
  • Leistungsverlust
  • Stimmungsschwankungen

Je mehr davon gleichzeitig auftritt, desto eher solltest du auf dein Training schauen und prüfen, ob die Intensität aktuell in Ordnung ist. Klar ist aber auch: die Infos hier sind sehr allgemein gehalten und nur eine Richtlinie. 

Wie wählst du jetzt deine richtige Trainingsintensität in den Übungen?

Einen Grundgedanken möchte ich vorab mit dir teilen: Das Verhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. 

Belastbarkeit beschreibt dein aktuelle Leistungsniveau: Was hältst du gerade aus? Körperlich, mental, und so weiter. Die Belastung beschreibt die Intensität deiner einzelnen Trainingseinheit. Also: Wie stark belastest du dich?

Diese beiden Punkte interagieren miteinander. Wenn die Belastung in Alltag und Sport deutlich niedriger ist als deine Belastbarkeit, dann wird deine Belastbarkeit über die Zeit sinken. Denn dein Körper ist schlau: alles was er nicht braucht, baut er ab. Denn Muskelmasse verbraucht viel Energie. Und dein Körper arbeitet so energie-effizient wie möglich. Wenn du also deine Belastbarkeit steigern möchtest, dann musst du Belastungsreize setzen, die deinen Körper auf eine Weise fordern, die er noch nicht kennt. Dann wird er deine Belastbarkeit erhöhen, damit du das nächste Mal, wenn diese Belastung kommt, „gewappnet“ bist. Wichtig ist allerdings, dass du dich nicht überlastest, also der Trainingsreiz viel zu hoch ist im Verhältnis zu deiner Belastbarkeit. Klingt erstmal schwierig umzusetzen, aber ich habe ein paar Tipps für dich, wie du ganz gut einschätzen kannst, ob dein Trainingsreiz zu hoch oder zu niedrig ist. 

Eins vorab noch: Dein Trainingsreiz hängt natürlich auch von deinem Trainingsziel ab! Wenn du einfach nur dein aktuelles Niveau halten willst, dann musst du dich natürlich nicht voll ausbelasten. Willst du allerdings besser werden, dann sind die folgenden Tipps sicherlich hilfreich für dich.

Gehe bis an deine Erschöpfungsgrenze!

Wenn du eine Übung machst (egal ob im Fitness-Studio oder zu Hause), dann sollten Gewicht und/oder die Wiederholungszahl so gewählt sein, dass du an deine Belastungsgrenze kommst. Das heißt, wenn du z.B. 3×12 Wiederholungen Squats machst, dann sollte das Gewicht so gewählt sein, dass du die 12. Wiederholung gerade so schaffst. Vielleicht würde noch eine mehr gehen, aber das war es dann auch. Nur wenn du an diese Grenze ran gehst, ist der Reiz groß genug, damit deine Belastbarkeit auch steigt. 

Zeichen, dass dein Gewicht oder deine Wiederholungszahl zu hoch sind und du dich überlastet, sind unter anderem folgende: 

  • du musst mit Schwung arbeiten, um die Übungen durchzuführen (gilt natürlich nicht für plyometrisches Training, da brauchst du Schwung)
  • du musst schon im ersten Satz nach deutlich weniger Wiederholungen als geplant abbrechen, weil du das Gewicht nicht schaffst
  • du machst deutliche Ausweichbewegungen, um die Wiederholungen zu schaffen

Wenn du diese Tipps berücksichtigst, kannst du deine Trainingsintensität sehr gut einschätzen und wählen.

Überprüfe dich regelmäßig und höre auf deinen Körper!

Um immer den richtigen Trainingsreiz zu setzen, überprüfe dich regelmäßig im Training und mache nicht Wochenlang die gleichen Übungen mit dem gleichen Gewicht. 

Manchmal wirst du vielleicht auch merken, dass die einzelne Trainingseinheit plötzlich nicht gut klappt und du nicht weißt, woran das liegt. Verzweifel nicht und denke, es stimmt etwas nicht mit dir. Auch Faktoren wie dein Schlafpensum, deine Ernährung und dein Stresslevel haben einen Einfluss auf deine Performance. Wenn es also ein sehr stressiger Tag war, darfst du gerne auch auf deinen Körper hören und die Intensität etwas runter fahren. Er wird es dir danken und beim nächsten Mal kannst du wieder durchstarten. 

Wichtig ist noch eines: Die Empfehlungen zur Trainingsgestaltung, die du hier bekommst, sind vor allem dann für dich sinnvoll, wenn du beschwerdefrei bist oder dich in einer späteren Phase deiner Reha befindest. Wenn du akut Schmerzen hast, ist es manchmal absolut sinnvoll, unterdosiert zu trainieren. Je nachdem, welches Ziel gerade im Fokus steht.

Wenn du Fragen dazu hast, dann kontaktiere mich gerne! Ich bin gespannt, was du von den Tipps hier hältst, teile gerne deine Meinung mit mir!

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Zu Gast bei Felix Kade im Podcast!

Zu Gast bei Felix Kade im Podcast!

Am letzten Freitag habe ich es mal wieder getan: Ich war in einem Podcast zu Gast. Dieses Mal war ich bei Felix Kade im „Entpsannt & Schmerzfrei Leben“ Podcast im Interview. Es war ein tolles und inspirierendes Gespräch, unter anderem über den Sinn von funktioneller Diagnostik, über das bio-psycho-soziale Modell, Überlastungsbeschwerden und das Verhältnis von Belastung zu Belastbarkeit des Körpers. Du siehst, es war eine Menge dabei. Wenn du also Lust hast, mal reinzuhören, dann findest du das Interview in deiner Podcast-App unter „Entspannt & Schmerzfrei Leben“ Podcast, Folge 026. Ich packe dir hier aber auch mal den Link zu itunes und zu Felix‘ Homepage rein, dort findest du das Interview ebenfalls. 

Generell lohnt es sich, mal bei Felix auf der Website und in den sozialen Medien vorbei zu schauen. Er hat wirklich tolle Inhalte und geht sehr ganzheitlich an das Thema Therapie und Trainingsgestaltung heran. Wirklich lohnenswert! 

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal viel Spaß beim Podcast! 🙂 Lasst mir gerne eure Meinung dazu da, ich würde mich wahnsinnig freuen!

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Neues Video Läuferknie was hilft wissenschaftlich geprüft

Läuferknie was hilft – wissenschaftlich geprüft

Du hast ein Läuferknie und willst wissen, was am Besten dagegen hilft? Ich habe für dich die neueste wissenschaftliche Literatur zusammengefasst und in einem neuen Video aufbereitet. Darin findest du unter anderem Infos zu folgenden Punkten:

  • Was ist eigentlich ein Läuferknie (Disclaimer: es wird oft synonym für zwei Beschwerdebilder genutzt)?
  • Was sind beitragende Faktoren zu einem Läuferknie?
  • Was sind die effektivsten Therapieformen?
  • Und was ist wissenschaftlich belegt nicht so hilfreich oder sinnvoll?

Das klingt gut für dich? Dann schau doch direkt mal rein! Und wenn du Fragen dazu hast, dann schreibe mir gerne. Entweder direkt bei Youtube unter dem Video oder hier in den Kommentaren. Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

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